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Einstelltechnik

Mammographie wurde als die Wissenschaft von Bildgebung und Positionierung bezeichnet. Erfolgreiche Mammographie ist von der Leistungsfähigkeit der technischen Ausrüstung und der Erfahrung des Untersuchers und verschiedenen Faktoren, die mit der zu untersuchenden Frau zusammenhängen, abhängig.

Diese schließen die Zusammensetzung der Bruststrukturen, die Statur der Frau und die physikalischen und physiologischen Eigenarten des Individuums ein.
Eine qualitativ gute Mammographie stellt alle Brustgewebedetails optimal dar.

Um einen allgemein vergleichbaren Qualitätsstandard zu erreichen, hat der Ausschuss "Mammadiagnotik" der Deutschen Röntgengesellschaft für die Qualität von Mammogrammen eine Einteilung erarbeitet, die auf der Erfahrung des Englischen Früherkennungs-Programms basiert. Die Bewertung erfolgt anhand von 4 Qualitätsstufen und gilt nur für Standardprojektionen , nicht für operierte Brüste, Implantate oder Reduktionsplastiken.


Die Qualitätsmerkmale sind:

=
Perfekt
G
=
Gut
M
=
Moderat
I
=
Insuffizient (technisch unadäquat)

75 % der Aufnahmen müssen der Klassifikation P oder G entsprechen, 97 % der Aufnahmen müssen der Klassifikation  P/G/M entsprechen. Weniger als 3 % der Bilder dürfen als I bewertet werden.



Einstelltechnik - die Kriterien eines perfekten Mammogramms

Die medio-laterale Schräg-Aufnahme der Brust (MLO) (oblique-Aufnahme)
Sie bildet die Standardebene in der Brustkrebsfrüherkennungs-Mammographie. Die 45%-Schrägaufnahme soll die äußeren oberen Quadranten, den axillären Ausläufer und die Inframammärfalte darstellen.

Die Kriterien einer perfekten oblique-Aufnahme im Einzelnen:
  1. die Brust ist vollständig abgebildet
  2. der Pektoralmuskel stellt sich mind. bis in Höhe der Mamille dar
  3. der Pektoralmuskel läuft leicht konvex und in einem Winkel von 20°
  4. die Mamille zeigt sich im Profil
  5. die Inframammärfalte ist gestreckt, das Gewebe in die Filmebene hineingezogen
  6. die Aufnahme ist korrekt gekennzeichnet:
    Patienten-Identifikation
    Untersucher-Identifikation
    Datum
    Seiten- und Strahlengangbezeichnung
  7. die Aufnahme ist optimal belichtet, geeignet komprimiert, Bewegungsunschärfen fehlen, die Filmverarbeitung ist korrekt, Artefakte fehlen, Hautfalten sind nicht vorhanden, die Aufnahmen sind symmetrisch
  
Gute, moderate und insuffiziente  Aufnahmen weisen dagegen ein oder mehrere Fehler dieser Kriterien auf.


Die cranio-caudale Aufnahme der Brust (cc-Aufnahme)
Standardaufhahme für die 2-Ebenen-Mammographie ist die medio-lateral-schräge (MLO) plus die cranio-caudale (CC) Aufnahme.
Die 2-Ebenen-Mammographie ist als Routine für Frauen mit Symptomen sowie auch in einigen Screening-Einheiten für Frauen in der ersten Screening-Runde anerkannt.

Die CC-Aufnahme sollte soviel Brustgewebe wie möglich zeigen. Eine korrekt durchgeführte CC-Aufnahme stellt tatsächlich alle Brustabschnitte außer den am weitesten lateral und axillar gelegenen Abschnitten dar.

Die Kriterien für eine perfekte cranio-caudale Aufnahmen der Brust:
  1. der Pectoralmuskel zeigt sich brustwandnah
  2. die Mamille findet sich im Profil
  3. vom axillären und medialen Rand des Drüsenkörpers stellt sich möglichst alles dar
  4. korrekte Kennzeichnung
  5. korrekte Belichtung
  6. geeignete Kompression
  7. keine Bewegungsunschärfen
  8. korrekte Filmverarbeitung
  9. keine Filmartefakte
  10. keine Hautfalten
  11. symmetrische Darstellung im Seitenvergleich



Letzte Änderung: 31.10.2008 18:43:36 Uhr