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J e t z t zusätzlich: Verbesserte Diagnostik und Therapie von an Mammakarzinom- und MS-Erkrankten. Dies in 5.000 Arztpraxen flächendeckend landesweit. Diese Vertragsabschlüsse sind sicherlich auch ein Teil der bundesweit beachteten Tatsache, dass die AOK Baden-Württemberg beispielhaft mit die niedrigsten Krankenhausausgaben pro Mitglied überhaupt hat, was in unseren Augen auf einen überaus sinnvollen Umgang mit Versichertengeldern im Sinne von mehr Prävention und seriöser Diagnostik statt teuerer Therapie schließen lässt. Für die KV Nord-Württemberg sind die Verträge zur verbesserten Mammadiagnostik und MS-Therapie aber weitere Meilensteine in einer seit Jahren stattfindenden Qualitätssteigerungsoffensive, die sich bundesweit führend darstellt: So werden knapp die Hälfte der 5.000 niedergelassenen Ärzte, nämlich 2.000 Kollegen, jährlich auf die abgegebene Qualität folgender erstatteter Leistungen patientenbezogen unter Vorlage von Patientenvorgeschichte und durchgeführten Befunden geprüft:
An einem Tag, an dem wir auch in Teilen kostenverursachende Verbesserungen von Diagnostik und Therapie vorstellen, wird die positive Grundtendenz durch die Fragestellung getrübt, inwieweit die finanziellen Rahmenbedingungen, in denen heute ambulante und stationäre Therapie noch stattfindet, diese qualitativen Verbesserungen zukünftig überhaupt noch zulassen, da ein beispielloser Entzug durch Verschiebemechanismen von Mitteln aus der GKV heraus in andere Bereiche stattfindet, ein Entzug der die Frage offen lässt, inwieweit das derzeitige heutige qualitative Niveau überhaupt noch gehalten, geschweige denn gesteigert werden kann. Um uns an dieser Stelle nicht falsch zu verstehen, als Funktionär der Ärzte fordere ich nicht in diesem Zusammenhang mehr Mittel, sondern lediglich die Bereitstellung der Mittel, die bisher auch der gesetzlichen Krankenversicherung zur Verfügung standen. Folgende Mechanismen führen zu einem Mittelentzug aus der gesetzlichen Krankenversicherung mit der Folge eines qualitativen Abfalls der Versorgung der Versicherten, da es eine Frage der Logik ist, dass nach weitgehender Ausschöpfung aller Einsparvolumina vermindertes Geld verminderte Leistung nach sich ziehen muss.
was ein Mittelentzug durch staatliche Abzweigungsmechanismen (Beitragsbe-messungsgrundlage für Arbeitslose etc.) von 9,5 Mrd. DM pro Jahr sowie eine Gesamtsumme der Mittelverschiebung unter Berücksichtigung des Risikostrukturausgleichs im Wesentlichen von West nach Ost von zusätzlichen 13,85 Mrd. DM, also einer Gesamtsumme von mehr als 23 Mrd. DM Umleitung von Versichertengeldern von einer besseren qualitativen Versorgung weg bedeutet. Gerade unter Berücksichtigung dieser misslichen Rahmenbedingungen stellt die Zurverfügungstellung besserer diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten für einen besonderen schwer erkrankten Problemkreis eine politische Glanzleistung der AOK Baden-Württemberg dar. Herr Kollege Dr. Boesen wird Ihnen nun Einzelheiten der abgeschlossenen Rahmenbedingungen unter besonderer Berücksichtigung der speziellen qualitativen Auswirkungen auf die Patientenversorgung darlegen. Vielen Dank. Dr. med. N. Metke Stv. Vorsitzender der KV NW Letzte Änderung: 28.02.2008 18:47:39 Uhr |
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