Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien. verify here

Modellvorhaben "Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik"in Schleswig-Holstein

Modellvorhaben "Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik"
in Schleswig-Holstein

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf diesem Wege möchte ich Sie über das am 15. Mai 2001 in Schleswig-Holstein gestartete Modellvorhaben "Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik" informieren.
Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein hat dieses in Deutschland bisher einmalige Modellprojekt in enger Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden der Gynäkologen und der Radiologen, mit dem Mammazentrums des Universitätsklinikums Kiel, mit einigen Krankenkassen und dem Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein initiiert.

Unter dem Titel "QuaMaDi" -Qualität in der Mamma-Diagnostik- wollen Frauenärzte, Radiologen und Krankenkassen neue Wege gehen, wenn ein Verdacht auf Brustkrebs besteht.
Die Schirmherrschaft hat Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Heide Moser übernommen.

In der Modellregion, die die Landeshauptstadt Kiel, die kreisfrei Stadt Neumünster und die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön umfaßt, profitieren etwa 14.000 Frauen von dem Projekt.

Primäres Ziel des Modellvorhabens ist es, exemplarisch in einer überschaubaren Modellregion ein prozessorientiertes Qualitätsmanagement auf der Basis der European Guidelines in die bestehende Versorgung zu implementieren.
Zentrale Elemente sind neben der technischen Qualitätsverbesserung die Zweitbefundung der Mammographie und die standardisierte Abklärungsdiagnostik.

Wichtigster Unterschied zur bisherigen Praxis ist also die obligatorische, konsekutive Doppelbefundung (Vier-Augenprinzip). Stimmt der Zweitbefund nicht mit dem ersten überein, wird noch eine dritte Expertenmeinung aus dem Mammazentrum des Universitätsklinikums Kiel eingeholt. Dort wird ggf. auch die weitere, Abklärungsdiagnostikdurchgeführt.
Der behandelnde Gynäkologe führt schließlich alle ntersuchungsergebnisse zusammen, bespricht sie mit seiner Patientin und leitet die erforderliche Therapie ein.

Ein weiterer Schwerpunkt des Modellvorhabens sind die Maßnahmen der Qualitätssicherung. Neben regelmäßigen interdisziplinären Fallbesprechungen im Mammazentrum wird die technische Qualitätssicherung auf der Grundlage der europäischen Leitlinien durchgeführt.
Mit dem Modellprojekt leisten alle Beteiligten einen Beitrag, die Frühdiagnostik qualitativ zu  verbessern und damit die Sterblichkeitsrate zu senken.
Das Projekt verursacht Mehrkosten in Höhe von jährlich rund 2 Millionen DM.
Es wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein und zur Zeit 11 Krankenkassen, der AOK SH, der IKK SH, den schleswig-holsteinischen Betriebskrankenkassen, der Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftliche Krankenkasse und TK als zur Zeit leider einzigen Ersatzkasse durchgeführt.

Das Modellprojekt ist für eine Dauer von fünf Jahren angelegt. Es steht allen Frauen ohne Altersbegrenzung offen, die in der Modellregion wohnen und bei einer der beteiligten Krankenkassen versichert sind.

Für weitere Fragen steht Ihnen der Unterzeichner gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dietrich Bartz
 

==========================================
Dietrich Bartz
Leiter Abteilung Qualitätssicherung und Verträge
Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein
Bismarckallee 1-3
23795 Bad Segeberg
Tel.: 04551/ 833266, Fax.: 04551/ 883374
eMail:
Internet: www.kvsh.de 

Letzte Änderung: 18.04.2008 10:29:39 Uhr