Ergebnisse einer epidemiologischen retrospektiven Fall-Kontroll-Studie durchgeführt am Institut für Mammadiagnostik des interdisziplinären Mammazentrums Esslingen (IMZE), von Frau Sigrid Beyer, Ärztin, unter Leitung von Prof. V. Barth.
Jährlich erkranken in Deutschland ca. 48 000 Frauen an Brustkrebs und 18 000 sterben daran. Brustkrebs ist nach den Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache bei Frauen.
Angesichts der Zahlen wünschen sich Frauen eine bessere Aufklärung über Risikofaktoren, über Möglichkeiten der Prävention, sowie über Früherkennungsmaßnahmen. Seit langem ist bekannt, dass die frühzeitige Erkennung und Behandlung eines Tumors, die Überlebenschancen verbessert und zwar möglichst vor Auftreten von Metastasen in benachbarten Lymphknoten und anderen Organen. Deshalb ist es das Ziel der Medizin mit modernen bildgebenden Verfahren, Tumore bereits in einem so frühen Stadium zu erkennen, dass die Patientinnen geheilt und die Brust erhalten werden kann.
Neben der Krankheitsfrüherkennung stellt die Erforschung von Risikofaktoren für die Wissenschaftler immer noch eine große Herausforderung dar. Das Mammakarzinom bietet derzeit nur wenige Möglichkeiten zur Krankheitsverhütung, da viele Risikofaktoren unbekannt und daher sehr schwer zu beeinflussen sind. Hinsichtlich möglicher Vorbeugungsmaßnahmen wird aufgrund von Ergebnissen aus zahlreichen internationalen Studien zunehmend auf die präventive Bedeutung von sportlicher Aktivität hingewiesen.