Fibroadenom
Fibroadenom
Sehr geehrter Herr Prof. Barth,
ich habe folgendes drängendes Anliegen:
1996 wurde mir ein Fibroadenom (2cm) in der linken Brust entfernt. 1997 wurde eine Veränderung in der rechten Brust von 5mm festgestellt, später auch an der operierten Stellen in der linken Brust, auch ca. 5mm. Mein Arzt sagte, es seien völlig harmlose Veränderungen, wenn ich mich nicht täusche, nannte er sie auch Fibroadenome. Es wurden 1997 und 2000 ein Mammographie durchgeführt, alle 4-6 Monate wurde seither mit Ultraschall kontrolliert.
Ich bin jetzt 30 Jahre alt. Nun bin ich jedoch gross in Sorge, da ich mehrere Ratgeber gelesen habe, die alle unterschiedliche Ratschläge geben und ich gar nicht mehr weiss, was ich als Laie glauben soll. Letztendlich schreiben alle, dass man nie wissen kann, was es ist, wenn man nicht operiert. Sollten die Veränderungen nicht besser operiert werden, oder soll nicht wenigstens eine Feinnadelbiopsie gemacht werden? Können Fibroadenome verlässlich mit Ultraschall und Mammographie festgestellt werden? Wo kann ich das machen lassen? Ich wollte schon einen Termin an der Uni-Klinik in Ulm, wo ich wohne, dort wird man jedoch nur mit Überweisung vom Arzt angenommen. Kann man eventuell bei Ihrem Zentrum einen Untersuchungstermin ohne Überweisung bekommen oder geht das auch nicht?
Zu allem Übel habe ich nun noch eine neue schmerzende Verhärtung, bei der ich jedoch wohl erst abwarten muss, ob sie nach der nächsten Periode wieder verschwindet, was ich sehr hoffe.
Da ich gerade ziemlich grosse Angst habe, würde ich mich über eine baldige Antwort sehr freuen und bedanke mich für diesen Service recht herzlich.
Antwort von Prof. Barth:
In aller Regel handelt es sich bei weiteren Knoten nach Fibroadenom-Operationen wiederum um Fibroadenome, die harmlos sind und auch nicht häufiger bösartig werden als normales Brustgewebe. Wenn man Zweifel an der Gutartigkeit hat sollte an eine gezielte Feinnadelbiopsie durchführen.
Letzte Änderung: 28.02.2008 18:24:45 Uhr