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Fallsammlung

Befund

Klinische Angaben:  
Kein verdächtiger Tastbefund, keine Haut- oder Mamillenretraktion, keine Sekretion, keine suspekten regionalen Lymphknoten.
In mitgebrachten Aufnahmen von 1996 und 1998/99 grobschollige,  spritzerartige Verkalkungen im linken inneren unteren Quadranten, die in 3 ½ Jahren geringgradig zugenommen haben. Procedere?

Mammadiagnostik vom 19.01.99:
Wir fertigten zunächst eine digitale Vergrößerungs-Spotaufnahme an. Die Verkalkungen wirken hierbei relativ plump und flächig und radiär angeordnet, so dass es sich am ehesten um Fettgewebsnekrosen oder Cholesteringranulome handeln könnten.  
Hierfür spräche auch die Tatsache, dass die Patientin vor Jahren einen schweren Autounfall mit multiplen Rippenfrakturen hatte, so dass diese Fettgewebsnekrose hierher rühren könnte.

Die stereotaktisch geführte digitale Feinnadel-Biopsie an drei Stellen ergibt reichlich Cholesteringranulome ohne Nachweis von Zellen oder gar Tumorzellen. Diese unterstreicht die oben gemachte Annahme.
Eine Operation ist derzeit nicht erforderlich. Eine Kontroll-Mammographie (links oblique) in 6 Monaten  empfiehlt sich wiederum bei Herrn Kollegen Al-Kutbi.

Beurteilung:
Verdacht auf Fettgewebsnekrose mit Cholesteringranulome im linken inneren unteren Quadranten, sternumnah. Derzeit kein Krebs-Verdacht.

Zyt.gutachten Nr. 205 vom 20.01.99
Beurteilung: Zellarme, teilweise entzündliche Punktatausstriche V.a. unspezifische Mastitis. Kein Nachweis von Tumorzellen.

Letzte Änderung: 28.01.2008 17:32:50 Uhr