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Fallsammlung

Befund

Mammographie bds Galaktogr. Sekretcytologie (eins.) vom 25.01.1999:

Mamma Sonographie beidseits vom 25.01.1999:

Klinische Angaben:
Vor 10 Jahren rechtsseitige Galaktorrhoe. Jetzt vor kurzem aufgetretene, blutige Galaktorrhoe nach zwischenzeitlichem Sistieren.  
Tastbare knotige Resistenz rechts bei 9 - 10 Uhr (Fotodokumentation) in einer Ausdehnung von 3 x 4 x 4 cm.  
Keine vergrößerten regionalen Lymphknoten. Linke Mamma unauffällig. Hier keine Sekretion.
Keine Haut- oder Mamillenretraktion.  

- Mammadiagnostik -  
Mammographisch rechts paramamillär, entsprechend dem Tastbefund unscharf begrenzte, strahlige Verschattung mit zentralen, grobscholligen Verkalkungen in einer Ausdehnung von 2 x 2,5 x 2 cm. In der Obligaufnahme nur andeutungsweise zu erkennen.  
Die rechtsseitige Galaktographie zeigt einen retromamillär ektasierten Milchgang, der gegen den äußeren Quadranten hin zieht. Die zentralen Abschnitte sind ektasiert, weisen uncharakteristische Kontrstmittelaussparungen auf (bei der Galaktographie nach Dilatation des Ganges Entleerung von mehreren bandförmigen Gewebspartikeln). Die peripheren Abschnitte sind unterbrochen und zwischen grobscholligen Verkalkungen findet sich kein Kontrastmittel. In einem Seitenbezirk liegt die oben beschriebene sternförmige Verschattung. Mehrere Seitenäste nach medial reichern kein Kontrastmittel an, jedoch finden sich hier zartere Verkalkungen.  Die Sekretzytologie zeigt massenhaft Schaumzellen und einzelne, eher unscheinbar wirkende Zellverbände. Die Feinnadelbiopsie der knotigen Resistenz ergibt massenhaft  Zellverbände und Blut, wobei die Epithelverbände ein eher uniformes Aussehen haben.  Sonographisch  hat die tastbare Resistenz rechts eine Ausdehnung von 1 x 1 x 0,8 cm mit einem echoreichen Randsaum.  Kernspintomographisch reichert der Knoten kein Gadolinium an, auch sonstige Herde, die hinweisend wären auf ein multilokuläres Geschehen findet sich nicht.  Im Mammogramm zeigt sich im unteren Quadrantenbereich seitlich eine sternförmige Verdichtung, hier ist sonographisch und kernspintomographisch nichts Verdächtiges zu erkennen.  Alles in allem, insbesondere von Seiten des Tastbefundes und der Sonographie ist ein neoplastischer oder präneoplastischer Prozeß am wahrscheinlichsten. Differentialdiagn. kommt eine Papillomatose mit Übergang in ein hochdifferenziertes papilläres Karzinom in Frage. Die Exstirpation des Knotens, zusammen mit den grob- und feinscholligen Verkalkungen (nach entsprechender Markierung) empfiehlt sich. Die Patientin möchte sich bei Ihnen operieren lassen. Die Bilder werden präoperativ noch eingehend diskutiert.  
In der linken Brust keine tumorverdächtigen Veränderungen.

Beurteilung:
Dringender Verdacht auf malignen Prozeß rechts, ausgehend von einer Papillomatose. DD: benigne Papillomatose. Außer den mammographisch und galaktographisch nachgewiesenen Veränderungen keine weiteren Herde in der rechten und keine tumorverdächtigen Veränderungen in der linken Brust.  

Zyt. Gutachten Nr 313 vom 26.01.99 Beurteilung:
Hämorrhagisches,zellreiches Sekret.Va. intra-ductales Papillom.Keine Zellen eines malignen Tumors.

Letzte Änderung: 28.01.2008 17:35:56 Uhr