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Knotige Mastopathie

Knotige Mastopathie

Inspektion und Palpation versagen hier häufig. Die Selbstuntersuchung wird von den meisten Frauen nur ungenügend oder überhaupt nicht durchgeführt. Der Grund hierfür ist, dass die Frauen meistens durch zahlreiche Verhärtungen selbst uncharakteristischer Art in ihrer Brust eher verunsichert als beruhigt werden und deshalb die Finger von der eigenen Brust lassen. Die Vorsorge bleibt dann ausschließlich in der Hand des Gynäkologen oder Hausarztes.

Bei der grobknotigen Mastopathie ist die Situation auch für den Fachmann verwirrend. Die hochauflösende Sonographie (11-13 MHz-Sonden) hat hier einen hohen Stellenwert. Sie sollte 6- bis 12-monatig durchgeführt werden, ergänzt durch jährliche Mammographien nur in Form einer Schrägaufnahme, um - wie oben beschrieben - neu auftretende Mikroverkalkungen früh erfassen und ggfs. therapieren zu können, falls sie tumorverdächtig sind. Die 2. Ebene wird selbstverständlich exponiert, wenn sich in der Schrägaufnahme etwas Pathologisches findet. Nicht jeder neu auftretende Mikrokalk ist tumorverdächtig. Unklare Verschattungen und Verkalkungen werden heute zumeist einer digital-stereotaktischen FNA, FNB oder Vakuumbiopsie zugeführt, bevor eine offene Biopsie erfolgt.

Das Vorgehen bei knotiger Mastopathie:

  • Sonographien in 6- bis 12-monatigen Abständen ab 30 Jahren
  • Jährlich Mammographien, zunächst einmal in 2 Ebenen, im weiteren Verlauf nur in einer Ebene, nämlich der am besten beurteilbaren
  • Die 2. Mammographie-Ebene in jedem Fall röntgen, wenn sich in einer der Schrägaufnahmen ein krankhafter Herd zeigt (Lokalisation!)
  • Bei unklaren Veränderungen oder unübersichtlicher Situation sowohl in der Sonographie als auch im Mammogramm Kernspintomographie bei dichtem Drüsengewebe in 2 bis 3-jährigen Abständen, (ergänzt durch die Sonographie).

Letzte Änderung: 25.01.2008 18:57:28 Uhr