Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien. verify here

Sicheres Karzinom

Sicheres Karzinom

Krebsverdächtige Knoten werden vor der Operation (präoperativ) mammographiert, sonographiert und biopsiert. Die übrige Brust und die gesunde Seite werden kernspintomographiert, um weitere Herde auszuschließen oder nachzuweisen und um die Gesamtausdehnung der Geschwulst festzustellen. Sie erfolgt also im Wesentlichen bei geplanter brusterhaltender Operation. Die Patientin lässt sich leichter führen, wenn die Diagnose schon vor der Operation gesichert ist und der Arzt das Behandlungsschema in Ruhe mit ihr bereden kann. Auch Mammographie in 2 Ebenen (evtl. mit Vergrößerungsaufnahme) und Sonographie werden benötigt, um die Umgebung des Knotens und die klinisch gesunde Brust zu beurteilen. Die Sonographie sollte mit hochauflösenden Schallsonden (mind. 7,5 MHz, besser 11-13 MHz) erfolgen. Das Alter des Sonographie-Gerätes spielt wie bei der Mammographie eine große Rolle.

In 10 % aller bösartigen Prozesse ändert sich das Behandlungsschema durch eine Kernspintomographie, denn nicht selten werden mehrere Tumorabsiedlungen in der befallenen Brust entdeckt, die dem mammographischen und sonographischen Nachweis entgangen sind. Dann kann die Brust nicht erhalten werden. In 5-8 % finden sich in der klinisch gesunden Brust ebenfalls auffällige Herde, die einer eingehenden Diagnostik unterzogen und ggfs. biopsiert oder kontrolliert werden müssen. Bei der Kernspintomographie kommen in etwa 10-20 % falsch positive Befunde vor, also tumortypische Kontrastierungen, die jedoch harmlos sind. Besonders häufig passiert dies, wenn die Untersuchungen nicht in der 1. Hälfte des Monatszyklus der Frau erfolgt (7-12. Tag ab Periodenbeginn) oder bei einer Hormonersatztherapie während der Wechseljahre in einer Hormonpause. Vor einer Kernspintomographie der Brust sollte eine mindestens dreiwöchige Hormonpause eingelegt werden, damit die Untersuchung wirklich aussagekräftig ist.

In Abstimmung mit den übrigen bildgebenden Verfahren, insbesondere der Sonographie, lassen sich die notwendigen offenen Biopsien auf ein Mindestmaß reduzieren. Es werden aber immer wieder Zweitkarzinome auch in der gesunden Brust gefunden und können somit meist frühzeitig entfernt werden.
Die präoperativ durchgeführte Kernspintomographie ist eine gute Basis für postoperative Kontrollen, die in 2-jährigen Abständen nach brusterhaltender Operation durchgeführt werden sollten, wenn die Brust mammographisch und sonographisch schlecht überwachbar ist. Wichtig gerade hier ist die Diagnostik aus einer Hand, d. h. der Arzt, der Mammographie und Ultraschalluntersuchung durchführt, sollte auch die Kernspintomographie beurteilen und ggf. die Interventionen selber vornehmen

Das Vorgehen bei Brustkrebs:

  • Inspektion
  • Palpation
  • Zelluntersuchung durch FNA (Zytologie) oder Gewebeanalyse durch FNB oder Vakuumbiopsie.
  • Mammographie
  • Sonographie
  • Kernspintomographie
  • bei zeitlich verschleppten Carcinomen (6-12 Monate und mehr) ergänzende Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Beurteilung der regionalen Lymphknotenstationen und des übrigen Körpers (Gehirn, Lunge, Leber, Knochen) zum Metastasenausschluss und als Ersatz für das sonst übliche Staging. Im Falle einer durch PET nachgewiesenen Metastasierung ändert sich u. U. das Therapieschema (z. B. primäre Chemotherapie o. Ä.).

Letzte Änderung: 25.01.2008 19:03:46 Uhr