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Invasive Verfahren im Vergleich

Invasive Verfahren in Vergleich (FNA, FNB, VB)


Verfahren

KriterienFeinnadelaspiration
FNA
Feinnadelbiopsie
FNB
Vakuumbiopsie
VB
Methode
Entnahme von einzelnen Zellen aus tastbaren oder mammographisch/ sonographisch sichtbaren Veränderungen der Brust mit einer sehr dünnen Nadel via Unterdruck. Entleerung von Zysten.

Entnahme von Zellverbänden (Gewebe) in Zylinderform aus dem Knoten durch Punktion mit etwas dickeren Kanülen als bei der FNA mit hoher Geschwindigkeit unter örtlicher Betäubung.
Entnahme großer Biopsie-Zylinder (2 x 0,3 cm, je nach Nadeldicke) durch Einsaugung in eine spezielle Nadelkerbe und Abschneiden mit einem rotierenden Messer

Sicherheit
Bösartige Ergebnisse sind praktisch sicher, gutartige nur bis zu 90 %. Voraussetzung für verwendbare Ergebnisse: Untersucher und Pathologe/Zytologe müssen auf diesem Gebiet sehr geübt sein.
Durch erfahrene und geübte Untersucher ist die FNB mit mehreren Biopsiezylindern fast so sicher wie die komplette Herausnahme des Knotens durch Operation. Bösartige Befunde sind zu 98 % sicher bei mind. 8 Proben bei Kalk und 3 Proben sonstiger Veränderungen. Ein unauffälliges Ergebnis ist hinreichend sicher.

Hohe Sicherheit (98 % bei gut- und bösartigen Befunden)
Qualität
Gute Ergebnisse erzielen nur wenige, spezialisierte Untersucher, z. B. in zertifizierten Mamma-Zentren, -teams, -sprechstunden, -ambulanzen

Gute Ergebnisse erzielen geübte spezialisierte Ärzte, insbesondere unter Ultraschallsicht.
Hohe Qualität bei trainierten Untersuchern und guter technischer Ausstattung des Mammotoms
Risiko
Risiko der Verschleppung von Tumorzellen durch die Punktion ist minimal. Gelegentlich kleinere Blutergüsse. Extrem selten Infektionen und Pneumothorax
Risiko der Verschleppung von Tumorzellen innerhalb der Brust durch die Punktion nicht ganz auszuschließen. Dadurch keine Metastasen! Geringes Blutungs- und Infektionsrisiko. Allergien gegen Lokal- anästhetikum möglich.

Geringe Tumorzellverschleppung innerhalb der Brust ohne Metastasen. Höhere Hämatom- und Infektionsrate als bei FNA und FNB. Verletzung der Haut bei subcutaner Lage des Knotens. Allergien gegen Lokalanästhetikum möglich. Höhere Kosten, je nach verwendetem System.

Belastung
Schmerzen entsprechen denen bei einer Blutabnahme bei Punktion außerhalb von Mamille und Warzenhof

Einführung der Koaxialkanüle unter örtlicher Betäubung. Schmerzen geringer als bei Blutentnahme
Kleiner Hautschnitt zum Einführen der Biopsiekanüle nach Lokalanästhesie. Geringe oder fehlende Schmerzhaftigkeit.

Stellenwert  
Punktion insbesondere bei Krebsverdacht. Ein unauffälliges Punktionsergebnis alleine beweist jedoch nicht sicher die Gutartigkeit. Triple-Diagnostik (Mammographie, Sonographie und FNA positiv = 100%)
Hierdurch können zahlreiche Operationen durch falsch bösartige Ergebnisse anderer Untersuchungsmethoden vermieden werden, v. a. durch Abklären von tastbaren oder in der Sonographie gut sichtbaren Veränderungen. Insbesondere bei größeren Tastbefunden und/oder erwarteter Gutartigkeit

Sollte nur bei gesicherter Gutartigkeit eingesetzt werden, z. B. zur kompletten Entfernung von Mikrokalk, Fibroadenomen, Mastopathie-Knoten, Papillomen und Gynäkomastien beim Mann.

Letzte Änderung: 04.03.2008 08:42:52 Uhr