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Vakuumbiopsie

Vakuumbiopsie

Wenn sich bei der FNB herausstellt, dass ein gutartiger (aber operationsbedürftiger) Knoten oder kleiner Unruheherd vorliegt, der eventuell in die Vorstufe eines bösartigen Prozesses übergehen kann (kleinherdige atypisch duktale (ADH) oder lobuläre Hyperplasie (ALH)), kann die Veränderung per Vakuumbiopsie entfernt werden. Sonographisch oder digital-stereotaktisch gesteuert wird dann eine dickere Nadel nach örtlicher Betäubung in die auffällige Geweberegion eingeführt, die unter Rotation der Nadel schrittweise abgesaugt wird. Im eigenen Arbeitskreis erfolgt dies entweder im Sitzen an einem normalen Mammographiegerät (Senovision, GE) oder im Liegen am Stereotaxie-Gerät von Giotto (IMS, Italien). In anderen Instituten wird ein spezieller Punktionstisch, z. B. Fisher-Tisch, verwendet, auf dem die Patientin während der Prozedur auf dem Bauch liegt. Da es möglich ist, dass der Eingriff bei der Patientin einen so genannten vagovasalen Blutdruckabfall und folglich Kreislaufschwierigkeiten auslöst, ist bei Punktionen im Sitzen ein umklappbarer Stuhl oder eine Liege in unmittelbarer Nähe sinnvoll.

Sollte sich bei der Feinnadelaspiration oder der Feinnadelbiopsie ein bösartiger Prozess oder eine Vorstufe herausstellen (duktales insitu-Carzinom (DCIS), infiltrierender bösartiger Tumor), so ist in jedem Falle eine offene Biopsie erforderlich. Denn der Tumor muss im Gesunden entfernt werden, was durch eine FNB und/oder Vakuumbiopsie nicht ausreichend sicher gelingt. Die offene Biopsie sollte nur für potentiell bösartige Prozesse vorbehalten sein oder für gutartige Knoten, auf deren Entfernung die Frau besteht.

Letzte Änderung: 25.01.2008 18:44:35 Uhr