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Qualitätssicherung

Um einen allgemein vergleichbaren Qualitätsstandard zu erreichen, hat der Ausschuss "Mammadiagnostik" der Deutschen Röntgengesellschaft für die Qualität von Mammographie-Aufnahmen eine Einteilung erarbeitet, die auf der Erfahrung des englischen Früherkennungs-Programms basiert. Die Bewertung erfolgt anhand von vier Qualitätsstufen und gilt nur für Standardprojektionen, nicht für operierte Brüste, Implantate oder Reduktionsplastiken.

Die Qualitätsmerkmale sind
perfekt (P) oder gut (G), sie können bei einigen Mängeln als moderat (M) bewertet oder als insuffizient (I) klassifiziert werden. 75 % der Aufnahmen müssen der Klassifikation P oder G entsprechen, 97 % der Aufnahmen müssen der Klassifikation P G M entsprechen. Weniger als 3 % der Aufnahmen dürfen als I bewertet werden.

Kriterien Einstelltechnik s. hier.


Qualitätssicherung für analoge und digitale Mammographie:
Während die Abnahmeprüfungen an Röntgeneinrichtungen für analoge Mammographie zukünftig durch die Vornorm DIN 6868-152 und die Europäische Norm DIN EN 61223-3-2 eindeutig geregelt wird, erfolgt die Festlegung für Mammographiegeräte mit digitalen Bildempfängern in der Richtlinie zur Durchführung von Prüfungen bei der Untersuchung und Behandlung von Menschen nach RöV-Qualitätssicherungs-Richtlinien.

Bei der digitalen Mammographie ist derzeit (Stand 2008) noch vieles im Fluss. Die mittlerweile verabschiedete DIN-PaS 1054 (Public available Specification; allgemein verfügbare Specification) regelt die Anforderung und Prüfverfahren in der digitalen Mammographie. Die dafür notwendigen Prüfkörper stehen zur Verfügung und sind verbindlich vorgeschrieben, z. B. für die Qualitässicherung beim digitalen Mammographie-Screening. Der Normenausschuss Radiologie (NAR) hat Richtlinien für die technische Qualitätssicherung digitaler Mammographie-Einrichtungen erarbeitet (European Protocol for Quality Control of the physical and technical Aspects of Mammography-Screening-Part B: Digital Mammography) und sie mit den Abnahme- und Konstanzprüfungen nach PaS 1054 verglichen. Dabei hat sich gezeigt, dass mit beiden Verfahren das gleiche technische Qualitätsniveau zu sichern ist. Die Prüfungen nach DIN EN bzw. PaS 1054 sind also identisch.

Die Qualitätsprüfung bei der digitalen Mammographie bezieht sich sowohl auf das Mammographiegerät als auch auf die Bildwiedergabegeräte, d. h. die Monitore der Workstation. Der Interessierte sei auf die Ausführungen des Normenausschuss Radiologie NAR verwiesen mit der Website
http://ikrwrb.uni-muenster.de/aptdir/service/gegenueberstellung_pas_adendum.pdf

Letzte Änderung: 03.11.2008 12:01:44 Uhr