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Invasive Verfahren

Invasive Verfahren

Invasiv (eingreifend) wird die Mammadiagnostik, wenn sie sich nicht nur auf die bildgebenden Verfahren wie Mammographie, Sonographie (Ultraschall) und Kernspintomographie stützt. Zusätzlich zu diesen Verfahren werden Punktionen mit Zell- und Gewebsentnahmen gemacht. Auf eine aufwändige Operation (offene Biopsie) zum Zweck der feingeweblichen Analyse einer Veränderung in der Brust kann verzichtet werden.

Die offene Biopsie ist psychisch belastend und wird meist im Krankenhaus durchgeführt. Die invasiven Techniken erfolgen dagegen ambulant. Die meisten Operationen zur Klärung oder Entfernung gutartiger Brust-Knoten sind unnötig! Es wird noch viel zu viel operiert!

In Frage kommen:

  • Feinnadelaspiration (FNA) mit Entnahme von Zellen zur zytologischen Untersuchung
  • Feinnadelbiopsie (FNB, core biopsy, Stanzbiopsie) zur feingeweblichen (histologischen) Gewebebeurteilung
  • Vakuumbiopsie mit Entnahme größerer Gewebezylinder zur Knotenentfernung mit feingeweblicher Analyse

Die invasiven Techniken werden entweder "freihändig" (bei tastbaren Veränderungen), ultraschallgesteuert (bei im Ultraschallbild sichtbaren Knoten) oder röntgengesteuert (digital-stereotaktisch) bei nur im Mammogramm nachzuweisenden Veränderungen durchgeführt.
Mikrokalk - im Ultraschall meist nicht sichtbar - muss digital-stereotaktisch abgeklärt werden. Hierzu stehen unterschiedliche Einrichtungen zur Verfügung. Im eigenen Arbeitskreis werden die Verkalkungen mit einem digitalstereotaktischen Gerät (Senovision, Firma General Electric, oder Sterotaxie-Einheit Fa. Giotto, IMS (Italien)) millimetergenau in der Brust aufgesucht und feinnadelbiopsiert (gestanzt). Die Einrichtung kostet etwa 125.000 Euro. Folglich sind die Biopsien nicht billig, aber wesentlich billiger als z. B. eine offene Biopsie im Krankenhaus und für die Patientin sehr viel weniger belastend.
Eine relativ kostengünstige Alternative zu den relativ teuren Biopsieeinheiten (Fisher, Lorrad u. a.) ist die Einrichting der Firma Giotto (IMS Italien). Das digitale Mammographiegerät wird zusammen mit einem Punktionstisch verwendet und die Punktion erfolgt ebenfalls in Bauchlage. Sie ist aber auch im Sitzen möglich (Abb. ).