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Ergebnisse

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Die minimalinvasive chirurgische Technik mit Hilfe der SLN-Sz. führt zu einem exakteren Tumorstaging, da der Pathologe nur die LK erhält, die mit größter Wahrscheinlichkeit einen Tumorbefall aufweisen.

Beim malignen Melanom hat sich diese minimalinvasive Methode als zuverlässig im Vergleich mit der ausgedehnten LK-Entfernung zum Tumorstaging erwiesen.
Bei 331 Patienten mit klinisch unauffälligen LK fanden sich
im Stadium pT1 keine befallenen LK
im Stadium pT2 5,7 % Metastasen in LK
im Stadium pT3 15,5 % Metastasen in LK
im Stadium pT4 45,7 % Metastasen in LK
Weitere, mit entfernte, benachbarte LK waren tumorfrei.
Eine ausgedehntere LK-Dissektion hat sich als überflüssig erwiesen.

Lymphbahnen im Bereich der Brust sind wesentlich geringer ausgebildet, als in der Haut, was zu einer Kontrastierung des SLN erst nach 20 Minuten führt.
Der Primärtumor liegt in enger Nachbarschaft, was eine Darstellung erschweren kann.

Die Methode ist eine Alternative zur routinemäßigen Ausräumung der Achselhöhle (Axilladissektion). Kontrollierte Studien besagen, dass sich in bis zu 98 % der Fälle der SLN nachweisen lässt und in 95 bis 97 % den axillären LK-Status widerspiegelt.
Unter Ausnutzung von Serienszintigrafie, intraoperativer Gamma-Sonde und Patentblau liegt die Rate falsch negativer Befunde <3%.
Mehr als ein Drittel der LK-Metastasen konnten nur immunhistochemisch nachgewiesen werden d. h. ein Schnellschnitt während der Op reicht nicht aus.
Der zusätzliche Nachweis von Tumorzellen im Knochenmark kann einen Hinweis auf die hämatogene Ausbreitung des Tumors geben.

Beim Prostataca. werden bei Operation in kurativer Absicht möglichst alle LK entlang der großen Gefäße im kleinen Becken bis zur Aortenbifurkation entfernt.
Dem gegenüber kann bei sensitivem Nachweis des tatsächlichen LK-Befalls auf eine so ausgedehnte OP verzichtet werden. Bei der Szintigrafie lagen 1/3 der SLN abseits der üblichen Dissektionsgebiete.
Die Sensitivität der Standard-Lymphadenektomie beträgt z. Zt. 78,5 % gegenüber
der SLN-Sz. mit 96,4 % (falsch negative Rate: 3,5 %).

Lit.: Deutsches Ärzteblatt 9/01 S 448-54 Autor: Prof. Dr. med. Peter Heidenreich , Zentralklinikum Augsburg, Stenglinstr. 2

Letzte Änderung: 25.01.2008 17:01:15 Uhr